Helenensteinhütte

Die Helenensteinhütte ist eine Mittelgebirgshütte direkt vor den Toren der Stadt Jena. Hier können bis zu 24 Personen Übernachten und im gemütlichen Gastraum einen Wandertag ausklingen lassen. Bei Interesse wendet euch einfach an unseren Hüttenwart:

Udo Demmer
schlegelsberg(at)gmx.net
Tel: 0178 544 50 50

Gebühren

Übernachtungsgebühren (p.P./ Nacht)

3,50 € für DAV-Mitglieder der Sektion Jena und Naturfreunde der OG Jena
5,50 € für DAV-Mitglieder anderer Sektionen, Naturfreunde D, SV Schott e.V.
7,50 € für Gäste
2,50 € für Kinder unter 14 Jahren (Mitglied DAV und Naturfreunde)
3,50 € für Kinder unter 14 Jahren aller anderen Gäste

Tagesgäste

2,50 € für Mitglieder
3,50 € für alle übrigen Gäste

Der Mindestbeitrag je Veranstaltung/ Tag beträgt 35,00 €

Chronik des Helenenstein

Der Helenenstein ist für wandergewohnte Jenenser ein Begriff, denn südlich Jenas existiert auf der rechten Saaleseite zwischen Ölknitz und Sulza ein Wanderheim dieses Namens. 1931-1933 wurde es von Jenaer Mitgliedern des Touristenvereins „Naturfreunde” auf dem sogenannten „Kahlen Fleck“ erbaut. Das Heim liegt am Helenenberg, dessen Name weniger bekannt ist. Ursprünglich hieß die Höhe, die Fortsetzung des Eichbergs bei Maua nach Süden, Sandberg. Wie kam es zu der Namensänderung? Warum wurde aus dem Sandberg ein Helenenberg? Seit mehr als hundert Jahren trägt der Berg diesen Namen. Er erinnert an eine schöne und berühmte Frau, Helene, Herzogin von Orléans. Die einstige Kronprinzessin Frankreichs war 1854 im Drackendorfer Gut bei Frau von Helldorf zu Besuch. Auf einem Ausflug kamen die beiden Damen damals auch zum Sandberg, und Helene erfreute sich hier an der schönen Aussicht ins Saaletal. Später ließ Clara von Helldorf an dieser Stelle zur Erinnerung einen Gedenkstein, einen mehr als drei Meter hohen Obelisken aufstellen, der heute noch vorhanden ist. Er trägt die schlichte Inschrift HELENENBERG. So hat eigentlich Frau von Helldorf den Sandberg umgetauft, mindestens diesen Teil von ihm. Auf Landkarten findet sich die Bezeichnung „Helenenberg” allerdings erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Dagegen ist das Denkmal selbst, der „Helenenstein” also, bereits auf einer Karte von 1842 eingezeichnet. Dass inzwischen der Ausdruck „Helenenstein” auf den Berg insgesamt übertragen wurde, liegt vermutlich an der Popularität des anfangs erwähnten Wanderheims. Was nun den Stein betrifft, den Clara von Helldorf auf dem Sandberg hat aufstellen lassen, so musste dieser schon repariert werden. Er lag in den siebziger Jahren in Teilen auf dem Boden. Seit den Achtzigern jedoch steht der Obelisk wieder aufrecht, wenn auch sichtbar zusammengeflickt. Auch der Wald um den kleinen Platz wurde etwas ausgelichtet. Ob freilich die Aussicht ins Saaletal wieder so schön ist wie damals zu Helenes Zeiten, sei dahingestellt.
Quelle: Ruth F. Kallies: „Wer kennt die Plätze, weiß die Namen? – Alte Jenaer Örtlichkeiten von Alterstein bis Wöllmisse“ Jenzig-Verlag Gabriele Köhler, Jena 2001

1931-1933 Bau auf dem sogenannten „Kahlen Fleck“ von Jenaer Mitgliedern des Touristenvereins „Naturfreunde”
1939 Enteignung durch die Nationalsozialisten
1947 Wiedereröffnung und Nutzung als Wanderheim durch die Sektion „Wandern, Bergsteigen und Skilauf“ der „BSG Motor Schott Jena“
1990 Wiedergründung der Ortsgruppe Jena der „Naturfreunde“ und Rückführung der Liegenschaft
2012 Übernahme von Pacht und Pflege durch die Sektion Jena des DAV
2016 Eigentum der Sektion Jena des DAV

Anfahrt

Für Anreisende gibt es Abstellmöglichkeiten für max. 5 Pkw am Eingang zum Ölknitzer Grund, ca. 500 m vom Haus entfernt für max. 5 Pkw.

Der Weg über die Brücke (Betonröhre) ist als Feuerwehrzufahrt freizuhalten.