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Beiträge des JDAV

Arbeitseinsatz der Jugend 2017

Vom 29.9. bis 1.10. verbrachten wir unsere letzte Jugendfahrt für das Jahr 2017 auf unserer Helenensteinhütte in Oelknitz.

Tagebucheintrag von Janik und Lena

Am Freitag trafen wir uns am Paradiesbahnhof. Von dort fuhren wir mit dem Zug nach Rothenstein. An der Hütte angekommen, erkundeten wir sie. Danach machten wir eine kleine Wanderung bis es dunkel wurde (Anmerkung: in Richtung Rabenschüssel). Wir aßen noch schnell Abendbrot und gingen dann ins Bett.

Am nächsten Morgen ging es dann früh aus dem Bett. Nach dem Frühstück gingen wir mit Werkzeug im Gepäck zu unserer Arbeitsstelle. Dort machten wir Brennnessel, Hecken und Büsche weg (Anmerkung: hier soll eine Grube für das Toilettenhäuschen entstehen). Als wir fertig waren, gingen wir zur Hütte zurück, wo wir aus den abgesägten Ästen schöne Sachen schnitzten. Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum Helenenberg. Dort angekommen spielten wir Spiele und eroberten zum Schluss einen Schatz. Wir beerdigten Frida Flatterie in der Nähe der Hütte. Etwas später aßen wir Abendbrot und spielten gleich danach Werwolf.

Am nächsten Tag machten wir die Hütte wieder sauber.

Nachtrag: Wir freuen uns, dass wir einige fleißige Helferli für diese Aktion begeistern konnten. Wir hatten noch einmal richtig Glück mit dem Wetter. Ein Dank für dieses schöne Wochenende geht an euch Kinder plus Eltern!
Anja, Kristin, Lukas, Anne

Aktivwochenende im Oberharz

Am 30. und 31. August 2003 waren Wolfram Herlich und Siegfried Maahs mit Gabi Werner, Annekathrin Hoffmann, Edgar Assing und Robert Wiedemann im Oberharz um dem Brocken einen Besuch abzustatten und die Harzer Kletterfelsen kennen zu lernen.

Tagebuch

Samstag, 30.August 2003

Wenn man morgens früh raus will, sollte man am Abend vielleicht früher schlafen gehen…
Trotzdem mussten wir wieder früh raus. Ganz langsam nach und nach kamen alle aus den Federn. Auch wenn der eine oder andere gern noch länger geschlafen hätte. Nach dem Frühstück dauerte auch das Fertigmachen und Einpacken noch seine Zeit. Wie immer halb zehn kamen wir dann langsam los, auch wenn der Wetterbericht nichts Gutes erhoffen ließ. Aber der Himmel war strahlend blau. Der Aufstieg zur Leistenklippe war lustig und auch nicht so tragisch. Die Aussicht war gut, doch über dem Brocken hingen die dunklen Wolken tief. Das drückte erst mal die Stimmung. Geplant war es sofort zum Brocken weiterzulaufen.
Doch daran war vorerst nicht zu denken, denn unser Weg führte und von Heidelbeerbusch zu Heidelbeerbusch, die den Weg entlang standen, bis unsere Bäuche voll und die Finger und unsere Münder blau waren. Als die Büsche dann vorbei waren, kamen wir wieder zügig voran, sonst wären wir nie auf dem Brocken angekommen. Einen Waldweg entlang und eine Querverbindung durch den Wald und schon teilte die normale Touristenstraße die restliche Zeit mit uns. Die ersten Meter sind uns kaum Menschen entgegengekommen, doch um so näher wir dem Brocken kamen, um so mehr nahm die Menschenbevölkerung auf dem Weg zu. Nach einer ausgedehnten Pause ging es weiter zum Gipfel. Dann rannte ein Jogger an uns vorbei und Siegfried meinte, wer es von uns schafft eher oben zu sein, der kriege von ihm ein Mittagessen ausgegeben. Versucht hat es natürlich keiner, weil es mit Rucksack sehr beschwerlich war.
Oben angekommen genossen wir erst mal die Aussicht und wunderlicherweise war ringsum mehr flaches Land als Harz! Dann kam die Brockenbahn an, die randvoll war, so dass wir in kürzester Zeit von Menschenmassen umgeben waren. Da es windig war und wir Mittagshunger hatten, verdrückten wir uns in eine Holzhütte und genossen unsere Brote ( Edgar aß 8 Brote, die er von Annekatrin bekam). Dabei unterhielt die Jugend sich über Unterwäsche und es kam heraus, dass Robert rosa Boxershorts mit Snoopy und Edgar einen rosa Tanga trägt.. Schließlich gingen wir noch in die Brockenhaus-Ausstellung mit einer „Familienkarte“ (Siegfried galt als Mutti und Wolfram als Vati). Dort schauten wir uns einen schönen Film an, bei dem wir fast alle einnickten, was auf die Dunkelheit im Raum zurückzuführen war. Etwas ausgeruht machten wir uns dann an den Abstieg (Edgar ging barfuß). Es regnete ein bisschen, aber schließlich kamen wir wohlbehalten an der Hütte an. Dort stärkten wir uns mit Nudeln und Tomatensoße und machten uns einen gemütlichen Abend.

Annekathrin Hoffmann und Gabi Werner

Sonntag, 31.August 2003

Schnarcherklippen

Der heutige Tag sollte unsere Gruppe trennen. Die Kletterfreaks Edgar und Gabi gingen mit Wolfram an die Schnarcherklippen während die Wanderfreunde eine kleine Wanderung zum Wurmberg machte. Noch auf dem Weg schien wunderbar die Sonne, und wir konnten uns bei einer Pause herrlich sonnen. Aber am Ziel fing es leider ziemlich zu regnen an, aber auch das konnte uns die Freude nicht nehmen. Wir hatten allen schlechten Wetterprognosen zum Trotz sehr viel Glück mit dem Wetter.

Nachmittags um drei traten wir dann den Heimweg an.

Insgesamt war es ein schönes Wochenende
an dem jeder auf seine Kosten kam.

Siegfried Maah

Geländespiele in Steinbach-Hallenberg

Freitag:


Da einige der Kinder und Erwachsene erst spät am Abend Zeit zur Abfahrt hatten, fuhren wir in zwei Gruppen zur „Hütte am Dicken Berg“. Ich fuhr im ersten Auto mit. Als wir ca. fünfeinhalb Stunden vor den anderen so gegen 17 Uhr ankamen, war die Hüttenoch kalt und wir erst einmal fertig vom Tragen des ganzen Trinkens, das wir im Dorf gekauft hatten. Wir mussten heizen und packten unsere Schlafsäcke auf die besten Plätze.

Nachdem Angelina und ich „Knoblauchbutter“ gemacht hatten (unter erschwerten Bedingungen, denn wir hatten keine Knoblauchpresse), aßen alle die schon da waren, denn wir hatten Hunger und wollten nicht mehr warten. Wir besprachen den nächsten Tag, an dem wir ein Geländespiel machen wollten. Es gab verschiedene Ideen und Vorschläge und es wurde heiß diskutiert.

Als die anderen dann endlich auch die Hütte erreichten, nachdem sie sich vorher öfters verfahren hatten, setzten sie sich mit um das Feuer, das wir schon vorher angemacht hatten, weil es draußen zu kalt wurde. Mit Feuer ist ein Minikamin gemeint, der nicht so sehr gut heizt. Wir erzählten noch über alles Mögliche und als Jan, Sören und ich als letzte schlafen gingen, gab es noch einen verbitterten Kampf um meine Stirnlampe. Es war Glück, dass nicht alle aufgewacht sind. Gute Nacht.

Jana Sammler

Heute trafen wir uns um nach Hallenberg zu fahren. Unser Treffpunkt war 15:30. Jana war schon eine viertel Stunde früher da, weil ihr Bus um diese Zeit fuhr. Dabei hat sie es nicht einmal 1 km bis zur Geschäftsstelle. Selbst Jan war für seine Begriffe zu früh da. Er hatte nur eine Minute Verspätung. Danach ging es los. Jan hatte sehr viel zu tun, weil er zu faul war, seinen Kofferraum auszuräumen. Wir haben aber trotzdem alles hereinbekommen.
Die Fahrt war das Schlimmste. Jan laberte uns mit Geschichte voll, aber keiner hat zugehört. Ansonsten war es eine sehr schöne Fahrt durch das Jonastal. Als wir ankamen wurde die ganze Arbeit aufgeteilt. Danach machten wir es uns am Lagerfeuer gemütlich und warteten auf die anderen. Gegen 23 Uhr kamen sie endlich. Von dem Rest habe ich nichts mehr mitgekriegt, weil ich sehr müde war.

Robert Wiedemann

Sonnabend:

So gegen 9 Uhr sind wir aufgestanden. Bis wir dann frühstückten, zog sich alles noch ein bisschen hin. Während des Frühstücks ging dann das Gerede über Keime los, war uns noch den ganzen Tag begleiten sollte. Nach dem Frühstück (was nicht schlecht, aber voll von Keimen war) ging es zum „Knüllfeld“. Dort wurden noch mal die Spielregeln für unser Geländespiel erklärt:
jedes Team hat eine Standarte aufzustellen und diese vor dem anderen Team zu verteidigen,die Standarte muss auf einem freien Platz stehen, wo im Umkreis von 3 m nichts anderes stehen darf, jedes Team muss die andere Standarte erobern, dazu müssen sie die Standarte erst mal finden, und das in einem ca. 9 km2 großen Gebiet, jedes Teammitglied besitzt 2 „Lebenspunkte“, diese Lebenspunkte kann man verlieren, wenn man auf Mitglieder des gegnerischen Teams stößt.

Es gab zwei Teams, das blaue und das rote.
Team Blau: Jan, Sören, Angelina, Gabi
Team Rot: Wolfram, Jana, Robert, Mathias
Team Blau zog los. Es hatte eine halbe Stunde Zeit, die Standarte ordnungsgemäß zu verstecken. Zum Überprüfen der Ordnungsmäßigkeit hatten wir den (überflüssigen) Schiedsrichter Siegfried.

Etwa 11:45 versteckte mein Team (blau) die Standarte. Ab da ging die Jagd nach der roten Standarte los. Stundenlang schlichen wir durch den Wald und verständigten uns nur durch Zeichensprache. Ohne dass wir Team Rot auch nur gesehen haben, fanden wir 14:30 die rote Standarte. Nun mussten wir schnellstmöglichst schnell zu unserer Standarte zurück und diese mit der feindlichen Standarte zu einem ausgesuchten Standpunkt bringen. Dies hatten wir in einer halben Stunde erledigt!

Sieg!!! Für Team Blau!!!

Der Unparteiische, der Essen und die Schlüssel für unsere Hütte besaß, war verschwunden! Die bedeutet: Warten. Aber nach einer halben Stunde Warten kam er endlich und wir konnten unsere selbst geschmierten Brote essen. Bis sieben Uhr wurde gefaulenzt. Dann nach der Faulenzerei wurde gegessen (Nudeln + Tomatensoße).

Sören Maahs

Etwa um acht sind wir frühs aufgestanden und haben eine Kissenschlacht gemacht. Danach haben wir das Frühstück gemacht und aßen. Darauf gingen wir zu einer Bank, die unter einem großen Baum stand. Dann teilten wir uns in zwei Gruppen und spielten Fähnchen klauen. Fähnchen klauen wird so gespielt: Es gibt zwei Mannschaften, die versuchen sich gegenseitig die Fähnchen wegzunehmen. Das Schwierige war dabei, dass das Spielfeld ca. 9 km2 groß war und dort die gegnerische Fahne zu finden war. Nach drei Stunden stand fest, dass Jans Gruppe gewonnen hat. Als wir zur Hütte wieder kamen, dösten wir alle rum bis es Abendbrot gab. Es gab Spaghetti Bolognese. Es hat uns sehr gut geschmeckt und Jan bekam ein kräftiges Lob Dies war ein schöner Tag.

Mathias Herlich

Anhang von Jana Sammler:
Also man muss zu diesem Tag noch sagen, dass wir schon beim Aufwachen die erste Kissenschlacht gemacht haben und den ganzen Nachmittag in den Betten rumlümmelten, was Stefan, der Hüttenwart, der noch gekommen war, nicht so gut fand. Den Abend verbrachten wir mit Kabbeln, Spielen (Brettspiele) und Lesen.

Sonntag:

Heute morgen ist jeder irgendwann anders aufgestanden. Jan und Angelina haben Brötchen geholt. Nach dem Frühstück haben wir alle unsere Sachen gepackt und fingen an mit aufräumen. Jana und Angelina räumten Bettenlager und Klo auf, die Erwachsenen hielten mal hier und mal dort, Robert und Sören machten die Küche und Mathias und ich mussten den Gemeinschaftsraum säubern von Keimen. Zwischendurch kam Stefan (der Hüttenwart) mit einem „Rasselbock“ im Rucksack. Als die Erwachsenen mit Stefan abrechneten, spielten wir Ball.
Danach fuhren wir nach Oberhof ins Erlebnisbad. Erst machten wir das, was Jan nicht wollte, dass wir das machen. Nämlich rutschen. Dann schwammen wir ins Frei- oder Außenbecken zum Strudel. Dort kempelten wir uns mit Jan. Als der Strudel ausging, spielten wir im großen Becken Reiterkampf. Mathias hatte einen ganz schön alten Gaul, hat Jan gesagt. Jan (Pferd) und Sören (Reiter) haben fast immer gewonnen. Wir Kinder waren noch oft Rutschen. Siegfried lag dann fast nur noch rum und schlief. Zum Schluss saßen ein paar im Whirlpool, während sich die anderen schon fertig machten. Sören war mal wieder als letzter mit umziehen fertig.
Nachdem wir die Brote aufgefuttert hatten, fuhren wir nach Hause. Wolfram lag auf der Autobahn komischerweise vorne. Als wir überholten, schliefen Siegfried und Sören mal wieder. Einmal rief meine Mutter an. Anhang: Im Auto schrieb es sich nicht gut.

Gabi Werner

Heute sind Jan und ich als erstes aufgestanden. Die anderen haben weiter geschlafen und in der Zeit haben Jan und ich Brötchen geholt. Als wir wieder da waren, ist Jan mit dem Horn ins Bettenlager gegangen und hat reingeblasen. Als alle wach waren, haben Gabi und ich den Tisch gedeckt und Jan hat die Nudeln warm gemacht.
Als wir fertig waren mit dem Frühstück, haben wir uns alle Brot oder Brötchen geschmiert. Danach haben wir alle unsere Sachen gepackt und alles gewischt. Als wir fertig waren, kam Stefan, der Hüttenwart, und hat kontrolliert, ob alles ordentlich sauber ist. Später sind wir nach Oberhof ins Bad gefahren. Wir sind 100 Mal gerutscht und wir haben alle blaue Flecke. Danach sind wir raus ins Becken und sind im Strudel hin und her geschwommen.
Als wir wieder draußen waren, sind wir ins Auto gegangen und haben gegessen. Als wir losgefahren sind, hat Jan Gabi und mir ein paar Zettel und zwei Stifte gegeben und dann mussten wir im Auto, ich betone: Auto, schreiben. Gabi wurde als erstes nach Hause gefahren, dann ich und die anderen danach.

Angelina Graser

Höhlenklettern in der Sächsichen Schweiz

Freitag:

An diesem Wochenende waren wir in der Sächsischen Schweiz zum Höhlenklettern. Am 29.11. fuhren die anderen von der Geschäftsstelle los. Ich war vorher noch bei der Messe in Erfurt und eigentlich dachte ich gar nicht, dass ich noch mitkommen würde. Aber Jan hat mich bei Netto abgeholt. Ich bin mit Gabi, Antje, Jana und natürlich Jan gefahren. Die Fahrt war sehr anstrengend, weil es nicht gerade gemütlich war und wir dauernd irgendwelche Umleitungen fahren mussten. Als wir schon fast da waren, sahen wir schockiert die Auswirkungen des Hochwassers der Elbe. Aber wir waren erstaunt, dass schon wieder so viel aufgebaut worden war. Bald waren wir beim Aufstieg zur Hütte. Wir stellten die Autos ab und holten die Taschenlampen aus den Rucksäcken. Es war schon sehr spät und sehr dunkel. Der Weg nach oben war anstrengend, aber es ging sehr schnell.

Vor der Tür waren schon die Leute aus Dresden da (welche aus der Klasse von Karsten). Dann haben wir unsere Rucksäcke in den Schlafraum gestellt. Manche sind im Schlafraum geblieben und haben sich über diverse Dinge unterhalten. Abendbrot gab es ca. 21 Uhr. Es gab wie immer Freitag Abend Gehacktes. Die Leute aus Dresden haben draußen Lagerfeuer gemacht. Wir haben Spiele gespielt, z.B. Frucht: Nachdem sich jeder eine Frucht ausgesucht hatte, musste einer in die Mitte und irgendeine dieser Früchte 3 Mal nennen. In der Zeit musste man versuchen, wenn seine Frucht genannt wurde, sie einmal zu sagen. Dann haben wir noch so ein Spiel mit einem Kissen gespielt: Einer stand in der Mitte und musste sich auf den setzen, der das Kissen in der Hand (auf dem Schoß) hatte. Derjenige, der das Kissen hat, muss es so schnell wie möglich weitergeben. Wenn er es nicht schafft bevor der, der in der Mitte ist, sich auf ihn setzt, dann muss der in die Mitte. Dann hat Gabi noch ein Spiel vorgeschlagen. Dazu braucht man ein Kartenspiel, womit man auch Skat spielen kann. Jeder muss zuerst eine Karte ziehen und schauen was er hat (Karo, Herz, Pik, Kreuz) und es sich merken. Einer mischt die Karten und nimmt eine von oben und sagt was es ist (Karo, Herz, Kreuz, Pik). Derjenige, der das hat, muss einen Platz weiter rücken (im Uhrzeigersinn). Da kann es auch passieren, dass alle auf einem sitzen. Danach haben wir uns noch ein bisschen unterhalten und sind nacheinander ins Bett gegangen. Die ganzen Spiele waren alle lustig. Jan wollte noch ein bisschen Vormitternachtsschlaf, aber er hat es nicht geschafft.

Florian Schäfer und Tim Ruhlig

Sonnabend:
Egal wann wir aufgestanden sind, es war zumindest spät (eigentlich wie immer). Evi und Mü fingen zwar schon 7:30 Uhr an zu quasseln, da Evi durch ein Leck im Dach gratis geduscht wurde, aber das störte uns erst gegen 10 Uhr. Nach einer anstrengenden Kissenschlacht mit „Wurf- und Schlaginstrumenten“ ging es raus in die Kälte zum Zähne putzen. Sehr angenehm! Bei dem Nieselregen! Zum Frühstück gab es zwar Brötchen, die aber vorne und hinten nicht reichten, bis Jan noch das zweite Netz Brötchen öffnete. Auch die Rama und das Toastbrot waren knapp, weil sie ja noch für morgen reichen müssen. So nach und nach packten alle ihre Sachen zusammen, denn es sollte ja in die Höhlen gehen. Da Anne-Katrin und Gabi keine Ausweise mitgenommen hatten stand schon mal fest, dass wir nicht zu den Tschechen fahren würden. Aber Jan und Mü hatten sich abends schon ein paar andere Höhlen auf deutscher Seite ausgesucht, zu denen wir gleich fahren wollten. Die Dresden-Sektion war zu der Zeit schon auf ihrem Weg zu einem trockenen Überhang. Endlich ging es auch bei uns los. Jan hatte mich wieder beauftragt, ihn zu „manövrieren“, was allerdings völlig überflüssig war, weil er genau wusste, wo wir hin wollten.
Im Bielatal angekommen, liefen wir sofort los, da wir schnell ins „Trockene“ einer Höhle wollten, wobei diese auch ziemlich feucht sind. Die Steinhanzelhöhle hatten wir gefunden, doch es gab keine wirkliche Abseilmöglichkeit, und da die Wände durch Regen und Moos glitschig waren, gingen wir lieber kein Risiko ein. An der Ottomühle vorbei, liefen wir zur Bennoshöhle. Durch 3 Wegweiser konnten wir sie gar nicht verfehlen, doch was sich dann darbot, hat uns ziemlich enttäuscht. Ein 10 Meter langer und breiter Gang führte uns in eine kleine Nische. Sackgasse! Einen Lichtblick gab es dann doch noch. In einer Keksdose in der hintersten Ecke war ein Höhlenbuch, in welches wir uns schließlich alle eintrugen.
Die nächste Höhle, die auf unserem Programm stand, war die „tiefe Höhle“. Um sie zu finden, schwärmten wir alle aus, aber suchten anfangs vergeblich. Überall, in jedes Loch krochen wir, es hätte ja die gesuchte Höhle sein können. Schließlich fand Florian einen Spalt, und Jan sagte eigentlich mehr als Spaß, dass er doch einmal dort hinein gucken könnte. Als Florian immer tiefer in die Höhle kroch, ging Jan ihm dann hinterher und stellte bald fest, dass dies die „tiefe Höhle“ war. Nacheinander krochen wir nun alle in den Spalt, der etwa so aussah:
Allerdings war er sehr eng, glitschig und die Rippen waren sehr scharfkantig. Im ersten größeren Raum mussten wir alle warten, weil Jan sich zunächst nicht getraute in den Spalt zu kriechen, weil er die Höhle selbst nicht kannte und nichts sehen konnte. Nach einer gewissen Zeit nahm er dann doch seinen Mut zusammen und stieg ab in die Tiefe! Jedoch stellte sich bald heraus, dass es überhaupt nicht tief war. Trotzdem dauerte es fast eine Ewigkeit, bis Jan und Mü uns endlich die Erlaubnis gaben, ihnen nach zu kommen. In unserer Wartezeit hatten wir die ganze Zeit gesungen und uns selber Liedtexte ausgedacht. Wie sich herausstellte, ging es für uns nur noch einen Raum weiter durch das besagte Loch, weil wir kein Seil mithatten und der Weg in ein tiefes Loch führte. Also kletterten wir alle nacheinander wieder aus der Höhle und wurden schon von unserem persönlichen Paparazzi erwartet. Anne-Katrin fotografierte uns alle nacheinander am Ausgang in diesem Spalt, wie wir uns abmühten. Nun gab es erst einmal Mittagessen. Selbst geschmierte Brote, Schokolade und Tee. Es war 15:30 Uhr und wir entschieden uns zum Auto zurück zu gehen und in der Hütte, später dann, Hausaufgaben, Spiele und andere Dinge zu machen.
Nach einer kurzen Ausruhphase gab es einen riesigen Topf Spaghetti mit Jan seiner Spezialsoße. Für 9 Personen sind 2 Tüten Nudeln fast zu wenig, aber es ist trotzdem jeder satt geworden. Gegen Abend sammelten sich alle in der warmen Stube. Zuerst spielte nur der JDAV Jena das „Klopfspiel“. Jan, Mü, Florian und Sebastian Jakob haben meistens bis zum Schluss durchgehalten, wobei sich die anderen meistens selbst verarscht haben durch ein Chaos von Faust und Doppelfaust. Nach fünf oder sechs Runden begannen wir Gabis Lieblingsspiel „Stuhlrücken“. Doch dies hätte durch eine „kleine“ Frechheit von Sebastian Jakob fast ein böses Ende genommen. Schon eine viertel Stunde vorher warnte er, dass er Blähungen hatte. Doch wir schmunzelten nur darüber. Niemand glaubte an seine Drohungen, bis es passierte. Kreuz wurde aufgerufen. Sebastian stand auf und schmiss sich auf Jana. Auf einmal hörte man nur noch einen sehr deutlichen feuchten Furz. Natürlich konnten alle darüber lachen außer die Betroffene Jana. Sie riss sofort aus und trat Sebastian in den Hintern, wenn er sich abermals auf sie setzen wollte. Als wir keine Lust mehr hatten, spielten wir um unser Reaktionsvermögen zu testen, das Spiel mit den Früchten. Die Blaubeere (Mü) und die Stachelbeere (Jan) standen nur jeweils 1 Mal in der Mitte, Kirsche (Gabi) und Khaki dagegen die Hälfte der Zeit.
Halb eins gingen wir dann total erschöpft, aber immer noch mit einem Lächeln über die Pops-Attacke ins Bett.

Antje Werner und Jana Sammler

Anmerkung von Jana: Zu der Popsgeschichte muss man sagen, dass er schon den ganzen Abend versucht hatte, von mir das Geheimnis der Blondine auf dem Wasserbett zu erfahren. Doch da ich ihm die Lösung nicht verriet, drohte er mir mit dem „Furz“. Keiner hätte je geglaubt, dass er dass wirklich machen würde, aber der Kerl war doch tatsächlich so widerlich und tat es. Diese Geschichte wird mir wohl noch Jahre nachhängen.

Sonntag:
Heute früh um 9 Uhr hat Jan uns mit einem „Aus den Betten, ihr Wänzter!“-Ruf geweckt. Wir blieben dann aber natürlich noch ein bisschen in den warmen Schlafsäcken. Beim Frühstück wurde so ziemlich alles an Essen aufgefuttert. Danach packten wir die Rucksäcke und sollten angeblich die Hütte sauber machen. Da es aber kaum etwas zu tun gab und keiner etwas gesagt hat wenn wir nicht halfen, so haben wir eben auch wenig oder gar nichts gemacht. In bin in der Zeit mit ein paar von den Dresdnern die Hauswand hoch geklettert. Schade, dass ich keine Kletterschuhe mithatte. Dann buckelte unsere Gruppe unsere Rucksäcke den Berg runter, zum Auto, während die andere Gruppe zu irgendeinem Berg sich aufmachte. Wir liefen dann zur Hütte wieder rauf, schnappten uns die Wasserkanister und gingen zur Quelle, um Trinkwasser zu holen. Die Kanister ließen wir aber erst mal stehen, denn wir wollten noch ein Stück wandern gehen. Doch bevor wir zum Wandern kamen, mussten wir erst durch knöcheltiefen Schlamm waten. Ein Stück Waldweg entlang und dann weiter zum Wildschürzsteig. Leitern, Treppen, schmale Gänge und schon waren wir oben. Kurz Pause und tolle Aussicht genießen und dann ging es den Jägersteig mit Leitern und Treppen querfeldein zurück. Zur Quelle und die Kanister abgeholt. Durch das Gewicht des Wassers waren wir natürlich um einiges schwerer und sanken noch mehr in den Schlamm ein. Wenn jemand die Kanister nicht mehr tragen wollte, hat er sie stehen lassen und der, der dahinter kam, durfte weiter tragen. Zum Schluss lief Mü und der musste dann die Kanister tragen.
An der Hütte haben wir dann als Mittag die letzten Scheiben Brot gegessen. Jan hatte nur zu viel Saft gekauft. Der Rest war alle geworden. Dann aber mussten wir noch auf die andere Gruppe, die den Schlüssel hatte, warten, denn Anne hatte ihre Weste mit ihrem Handy in der Hütte vergessen. Als die aber nicht kamen, gingen wir zum Auto und fuhren los. Die Zeit der Autofahrt verging durch Quatschen, Tagebuch schreiben, Musik hören und schlafen ziemlich schnell. Gegen viertel sechs waren wir an der Geschäftsstelle.

Anne-Katrin Hoffmann und Gabi Werner

JDAV-Fahrt Schweden 2002

Am 02. Februar 2002 machten sich sieben Kinder und Jugendliche (Angelina Graser, Gabi Werner, Tim Ruhlig, Sören Maahs, Kay Hermannsdörfer, Friedemann Kübel und Esther Maahs) und zwei Jugendleiter/Betreuer (Jan Kolleß und Siegfried Maahs) auf den Weg ins Skilanglaufeldorado nach Funäsdalen in Schweden, das mit dem längsten Loipensystem der Welt aufwarten kann.

Schon die Fährfahrt von Kiel nach Oslo war für die Kinder ein Erlebnis der Extraklasse.

Bei traumhaften Wintersportbedingungen erlebten wir dort oben sechs erlebnisreiche Ski-Tage. Unser Domizil hatten wir im schön gelegenen Hüttendorf Sörmon Stugby bei Ljusnedal bezogen. Von hier aus zogen wir unsere Kreise. Wir konnten uns bei drei Langlauftouren von den hervorragenden Loipenverhältnissen, die unmittelbar an der Hütte begannen, überzeugen. Höhepunkt war eine Fjäll-Überquerung (so bezeichnet man das skandinavische Gebirge oberhalb der Baumgrenze) über das Anafjället von etwa 22 km. Ausserdem veranstalteten wir ein Langlaufskirennen über 2,5 km, dem ein Qualifikationslauf vorgeschaltet war. Die Kinder konnten sich im Schneehöhlegraben üben und führten Seilspiele durch. Ein Tag war dem Alpinskifahren an den schönen Hängen vonTänndalen gewidmet.

Während der abendlichen Freizeit ging es bei Besen- und Gesellschaftsspielen teilweise sehr lustig zu. Auch das gemeinsame Zubereiten der Abendmahlzeiten trug zum Gelingen dieser JDAV-Fahrt entscheidend bei.

Summasumarum war es eine rundherum gelungene Jugendfahrt, die wir bei einem bereits durchgeführten Nachtreffen mit einem Video und einem Diavortrag zum Teil mit den Eltern noch einmal Revue passieren lassen konnten. Streckenweise gings dabei sehr lustig zu.

Siegfried Maahs